So lautet das neue Motto des Monats im August

So lautet das neue Motto des Monats im August

Im August stiftet uns Yamamoto Tsunetomo das Motto des Monats. 

Tsunetomo Yamamoto (jap. 山本常朝 Yamamoto Tsunetomo, auch Yamamoto Jōchō; * 13. Juli 1659 in Saga, Japan; † 30. November 1719) war ein jpanischer Samurai und Autor des berühmten Buches Hagakure – Der Weg des Samurai.

Entstanden zu Beginn des 18. Jahrhunderts, erfreut sich das Hagakure des Yamamoto Tsunetomo auch heute noch großer Beliebtheit. Das Hagakure ist kein Ehrenkodex, sondern eine Sammlung an Lebensweisheiten und Aufzeichnungen. Wir finden Verhaltenshinweise für Krieger, Hinrichtungen und Schlachten genauso wie Heilanweisungen oder Anleitungen zur Kindererziehung. Das Hagakure-Bushido wurde noch im 2.Weltkrieg als Lektüre an die japanischen Kamikaze-Piloten ausgegeben, die sich in selbstmörderischer Absicht mit ihren Flugzeugen auf die amerikanischen Kriegsschiffe stürzten. Es läßt sich mit Sicherheit nicht 1 zu 1 auf den modernen Alltag im 21. Jahrhundert übertragen. Dennoch lieferen die prägnanten Episoden einen hervorragenden Einblick in das Leben und die Denkweise der Samurai. Daher besitzt das Hagakure („Hinter den Blättern“) einen hohen historischen Wert.

Es gibt viele Passagen die Ratschläge erteilen, die sich jeder Mensch zu herzen nehmen sollte, wie z.b. das man andere Menschen vor wichtigen Entscheidungen um Rat fragen soll. Das Buch gibt auch viele alte Weisheiten, wie  „Was ist von allergrößter Bedeutung beim eigenen Training? – Es ist mit Leib und Seele an das eigene Ziel in genau diesem Augenblick zu glauben. Der einzige Weg ist genau diese Sekunde so gut wie möglich zu leben.“

Das Hagakure beschreibt den Idealtypus des Samurai, von dem Yamamoto Tsunetomo damals schon (um ca. 1700) annahm, dass er verschwinden würde. Das Japan des Mittelalters war von einer feudalen Hierarchie geprägt, in der Treue bis in den Tod und die Liebe zu seinem Lehnsherrn (Fürsten) zu Tugenden werden mussten. Yamamoto Tsunetomo erkannte damals, dass bestimmte Tugenden für einen Samurai und seinen Dienst unerlässlich waren. „Die drei Prinzipien des Gefolgsdienstes“ lauten daher auch Weisheit, Güte und Tapferkeit.

Das Buch empfiehlt auch das Verhalten in Alltagssituationen („Der korrekte Umgang mit der Trinkerei“), die auch heutzutage nichts an ihrer Gültigkeit verloren haben. Alles in allem mehr als nur ein einfaches Buch, sondern mehr ein Leitfaden durchs Leben, der auch viele interessante Fakten über das Leben der Samurai preisgibt.

Und hier ist unser Motto im August:

Es ist gefährlich, in guten Jahren stolz und leichtsinnig zu werden. Nur wer vorsichtig bleibt, wird auch in unruhigen Zeiten überleben. Ein Mensch, der in guten Zeiten Karriere macht, wird für schlechte Zeiten nicht gerüstet sein.“

Yamamoto Tsunetomo (1659 – 1719), jap. Samurai

Seit August 2002 wird immer zum Ersten das „Motto des Monats“ verkündet. Wer jetzt den weißbärtigen chinesischen Weißen mit erhobenem Zeigefinger erwartet liegt falsch. Wer glaubt jedes Mal unendliche philosophische Traktate anhören zu müssen irrt sich. Denn verschiedener können die mehr oder weniger bekannten Aussprüche, die Zitate, die Redewendungen und die Gedanken kaum sein.

Kein Wunder: Schließlich handelt es sich um Verfasser ganz gegensätzlicher Couleur. Ob sich Sportler oder Schauspieler in die Liste der Politiker und Philosophen einreihen. Ob sie Einfaches oder Tiefsinniges sagen, zum Nachdenken stoßen sie allemal an. Und schwierig sind sie manchmal auch – so dass sie kommentiert oder besprochen werden.

Verfasser, die sich weltenfern scheinen kommen so ins Gespräch, wenn beim „Aufstellen“ für die meisten neue Zusammenhänge sichtbar werden. Da geht´s von Erik Zabels Fahrradbremse zum konfuzianischen Menschenideal, von Muhammad Ali´s „sting like a bee“ zu Schillers Lernmoral. So unterschiedlich die prägnanteren Sätze der Herren aber auch sein mögen, sie befassen sich alle mit einem: Dem Kampf.

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