Motto des Monats November

Motto des Monats November

Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“

Aristoteles
(384 – 322 v. Chr.), griechischer Philosoph, Schüler Platons, Lehrer Alexanders des Großen von Makedonien

 

Wer Nug Mui erlernt, sollte unablässig ein Ziel anstreben: Alle Angriffe so effektiv wie möglich abwehren zu können und in jeder Lebenslage den Konflikten, die sich ihm stellen, gewachsen zu sein. Wer viel mit kräftigeren Partnern trainiert, gelangt dabei schnell zu der Erkenntnis, dass er sich anstatt zu blockieren, der jeweiligen Situation anzupassen sollte. So werden wuchtige Schläge nicht geblockt, indem man so hart als möglich zum Block ansetzt. Mit dem Bong Sau (schwingender Arm) zum Beispiel nimmt der Nug Mui Schüler den Angriff des Kontrahenten auf, stemmt sich allerdings nicht gegen dessen Kraft, sondern wendet sich aus der Stossrichtung des Angriffes. Es sind die Bewegungsprinzipien, die dies ermöglichen.

Grundlage für das Ausweichen ist unsere Beweglichkeit. lm Nug Mui wird besonderer Wert darauf gelegt, dass man ,,seine Schritte wie eine Katze aufsetzt“ leicht aber stabil. Ganz gleich, um welche Nug Mui Form es sich handelt, die Beine sind gebeugt und unterstützen abwechselnd das Voranschreiten des Körpers. Deswegen müssen die Hüftgelenke locker und die Knie flexibel sein. Erst dann ist gewährleistet, dass der Körper sich natürlich bewegt und Kicks sowie Schrittwechsel geschickt ausgeführt werden können.

Häufigste Ursache der Unbeweglichkeit ist also die falsche Haltung, welche zur muskulären Anspannung, Verspannung von Muskeln führt, die die Bewegung stören. Solche falschen Spannungszustände führen zu Unbeweglichkeit. Das Ziel: die richtige Kontraktion zur rechten Zeit.

Verkürzungen der Muskeln oder Sehnen und Faszien hemmen dies. Durch das aktive Dehnen und Ansteuern verbessert man seine Beweglichkeit.

Diese Übungen fördern die Beweglichkeit:

  1. Siu Nim Tau (Gelenkposition und Atmung)
  2. Gleichgewichtsübungen (Einbeinstände, T-Balken)
  3. Seilhüpfen
  4. Kuen Faat (Pratzentraining trainiert Ausweich- und Meidbewegungen)
  5. Tennisball an einer Schnur auf Kopfhöhe an die Decke hängen und mit diesem „sparren“ (Doppelendball)

Mit diesen Übungen bekommst du deine Verspannung weg. Womit ich nicht sagen will, dass in der realen Kampfsituation Stress und Angst generell abzuschalten gehen und bekämpft werden müssten. Ganz im Gegenteil. Die Angst muss kontrolliert und kanalisiert werden. In dieser Reihenfolge. Denn Angst sorgt für einen erhöhten Adrenalinpegel und somit zu mehr Energie im Körper. Diese Energie verleiht mir, wenn ich sie kontrollieren kann, mehr Präsenz. Wenn ich mich von dieser Energie allerdings beherrschen lasse, dann blockiert sie meine Muskeln. Die Energie ist also gut für deine Beweglichkeit, allerdings nur, wenn du diese mithilfe der Atmung kontrollierst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.